Lending Protokoll Euler mit $32M finanziert von Haun Ventures & Co.

Das DeFi Lending Protokoll Euler wurde erfolgreich in einer Finanzierungsrunde mit $32M finanziert, angeführt von Haun Ventures, der neuen Investmentfirma von Kathryin Haun, Alumni von Andreessen Horowitz – zusammen mit FTX und Coinbase Ventures sowie Jump Crypto, Jane Street, Variant and Uniswap Labs Ventures.

Das Investment dient der Diversifikation der Euler DAO Treasury, deren Launch noch im Juni erwartet wird. Euler wird von Holdern des nativen Governance-Tokens Euler Governance Token (EUL) verwaltet. Der Start des Euler DAO gibt den Token-Holdern die Möglichkeit, über Entwicklung und Operatives sowie die Verwendung der DAO Treasury abzustimmen.

Euler ist ein Layer-2 Protokoll das 2020 gestartet wurde und aus mehreren Ethereum Smart Contracts besteht, die das Leihen und Verleihen der meisten Crypto Assets über sog. risiko-basierte Asset Tiers ermöglicht. Die ursprüngliche Idee des Euler Protokolls besteht darin, die Eintrittsbarrieren für neue Projekte beim Listing auf DeFi Plattformen zu senken.

In der klassischen Finanzwelt erleichtern Dritte wie Banken die Kreditaufnahme, indem sie diejenigen mit überschüssigem Kapital mit denjenigen zusammenbringen, die kurzfristigen Kapitalbedarf haben. In DeFi werden die Banken und andere Parteien durch dezentrale Lending-Protokolle ersetzt. Führende Anbieter wie Compound oder Aave erlauben es Nutzern, nur ausgewählte Token mit ausreichender Liquidität zu (ver-)leihen, da die erwarteten Volatilitätsrisiken geringer sind.

Das Euler Protokoll ist „permissionless“ und erlaubt somit, dass mehr Token gelistet werden können was ein neues Risiko mit sich bringt: Fällt ein Token rasant im Wert, so kann sich dies einen Kettenreaktion zwischen den Liquidity Pools des Protokolls auslösen.

Dieses Problem löst das Protokoll durch einen bisher einzigartigen Ansatz: Token werden in risiko-basierte Tiers klassifiziert. Es erlaubt Nutzern dann generell, mehrere Assets zu (ver-)leihen und auch mehrere Assets als Sicherheit zu hinterlegen. Die riskantesten Assets werden separat in sog. Isolation Pools zusammengefasst, die Nutzer zum (Ver-)leihen nutzen können jedoch nicht als Sicherheit bei Transaktion die nicht-isolierte Assets involvieren. Durch diese Strategie der Risiko-Isolation werden Kettenreaktion zwischen Liquidity Pools ausgeschlossen, die zu Kaskaden von Wertverlust führen können.