BMF schafft Klarheit zur ertragssteuerlichen Behandlung von Tokens

Mit dem BMF-Schreiben „Einzelfragen zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung von virtuellen Währungen und von sonstigen Token“ gibt das Bundesministerium der Finanzen den Praktikern in Finanzverwaltung und Wirtschaft, aber auch den einzelnen Steuerpflichtigen einen rechtssicheren und praktikablen Leitfaden zur ertragsteuerrechtlichen Behandlung von virtuellen Währungen und sonstigen Token.

Wie die parlamentarische Staatssekretärin Katja Hessel im Kern zusammenfasst:

„Bei Privatpersonen ist der Verkauf von erworbenen Bitcoin und Ether nach einem Jahr steuerfrei. Die Frist verlängert sich auch dann nicht auf zehn Jahre, wenn etwa Bitcoin zuvor für Lending genutzt wurden oder die Steuerpflichtigen beispielsweise Ether einem anderen für dessen Blockerstellung als Stake zur Verfügung gestellt haben.“

Bis dato war unklar, inwiefern die Nutzung von DeFi Produkten zur Reward-/Yield-Generierung die Haltefrist der betroffenen Token ggf. auf 10 Jahre verlängert – dies ist erstmals vom Tisch, was für deutsche, langfristig ausgerichtete Token-Investoren die Nutzung von DeFi-Produkten sehr interessant macht.